Langwieriger Einsatz in Püscheldorf

Die anhaltenden Schneefälle am 26. Januar führten im Offenhausener Ortsteil Püscheldorf für einen langwierigen Einsatz. Die Tragluftdächer einer dortigen Biogasanlage drohten einzustürzen. Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis waren hier den ganzen Tag im Einsatz.

Bereits gegen 06:45 Uhr wurden die Feuerwehren Kucha und Altdorf b. Nürnberg alarmiert. In Püscheldorf drohten die Tragluftdächer einer Biogasanlage durch die Schneelast einzustürzen und einzureißen. Da durch die Biogasanlage viele Haushalte in Püscheldorf mittels Fernwärme versorgt werden, war es wichtig, diese in Betrieb zu halten. Deshalb entschied man sich dazu, die Dächer zu räumen und veranlasste eine entsprechende Nachalarmierung.

Da alle Maßnahmen mit Sicherung gegen einen Absturz und quasi von Hand erfolgen mussten und das Dach nicht von mehreren Personen zeitgleich betreten werden konnte, gestaltete sich die Räumung entsprechend langwierig. Zusätzlich kam durch den weiter anhaltenden Schneefall ständig neuer Schnee dazu.

Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, wurde nur speziell im Bereich Absturzsicherung ausgebildetes Personal eingesetzt, das aus Feuerwehren im gesamten Dienstbezirk 1, genauer aus den Feuerwehren Alfeld, Altensittenbach, Happurg, Hartmannshof, Kirchensittenbach und Offenhausen, zusammengezogen wurde. Eine derartige Alarmierung im Bereich der Absturzsicherung war bis zu diesem Zeitpunkt im Landkreis nicht vorgekommen. Hier hat sich die einheitliche Ausbildung und das gemeinsame Üben der Feuerwehren im Landkreis in diesem Bereich mehr als bezahlt gemacht. Die Bereitstellung der über 42 hierfür ausgebildeten Einsatzkräfte durch die jeweiligen Kommandanten lief dabei hervorragend und unkompliziert.

Zur Sicherung kamen die Drehleitern aus Altdorf b. Nürnberg und Röthenbach a. d. Peg. zum Einsatz. Da sich die Maßnahmen bis weit in die Nacht zogen, wurde am Abend die Feuerwehr Weißenbrunn zur Ausleuchtung hinzugezogen. Auch Mitglieder der Kreisbrandinspektion waren vor Ort und unterstützen die Einsatzleitung.

Mit Essen und Getränken wurden die Einsatzkräfte vom Betreiber sowie durch das BRK, das ebenfalls mit zahlreichen Kräften alarmiert war, versorgt. Durch das BRK erfolgte zusätzlich die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte. Insgesamt waren über 130 Kräfte im Einsatz.

Gegen 23:30 Uhr ließ der Schneefall dann endlich nach und der Einsatz konnte langsam beendet werden. Am Ende dauert der Einsatz über 17 Stunden an. Ein bemerkenswerter Kraftakt der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis.

Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte, obwohl aus so vielen unterschiedlichen Feuerwehren, lief reibungslos und sehr koordiniert. Gemeinsam konnte schlimmeres verhindert werden.

 

Bericht: Kreisbrandinspektion Nürnberger Land, Bilder: FF Kucha

 

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