Feucht (DB 3) - Zum Brand einer Freifläche wurden am Sonntagnachmittag des 28.06.26 die Feuerwehr Feucht sowie Mitglieder der Kreisbrandinspektion um 14:34 Uhr alarmiert. Das Feuer war in unmittelbarer Nähe des Feuchter Freibades ausgebrochen und drohte, auf eine angrenzende Tennishalle überzugreifen. Daher wurde umgehend auch die Feuerwehr Moosbach nachalarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte hatte sich der Brand aufgrund der anhaltenden Trockenheit bereits rasch auf eine Fläche von ca. 2.000 qm ausgebreitet. Außerdem hatte das Dach der Tennishalle bereits Feuer gefangen.
Gleichzeitig wurde von der Integrierten Leitstelle Nürnberg ein weiterer Freiflächenbrand im Crottendorfer Weg gemeldet. Hierzu wurde die Feuerwehr Schwarzenbruck alarmiert, die nach Abarbeitung dieser Einsatzstelle im Anschluß ebenfalls im Bereich Freibad mit unterstützte.
Parallel zur Brandbekämpfung musste wegen der starken Rauchentwicklung auch das Feuchter Freibad evakuiert werden, in dem sich zu diesem Zeitpunkt ca. 2.000 Personen aufhielten.
Durch den beherzten Löschangriff der Feuerwehr von mehreren Seiten konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Der Einsatz wurde dabei in mehrere Abschnitte untergliedert. Die anschließenden Nachlöscharbeiten zogen sich dann bis weit in den Abend, da neben einer umfangreichen Wässerung der Freifläche auch die Bekämpfung von Glutnestern im Dach der Tennishalle notwendig war. Hierfür musste das Dach an mehreren Stellen geöffnet werden. Bei hochsommerlichen Temperaturen eine schweißtreibende und personalintensive Arbeit für die Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz.
Wegen der ungünstigen Lage der Glutnester kam im Bereich der Tennishalle im Verlauf des Einsatzes neben den Drehleitern der Feuerwehren Feucht und Schwarzenbruck auch der Kran der Berufsfeuerwehr Nürnberg mit einem Spezialkorb zum Einsatz.
Auch umfangreiche Belüftungsmaßnahmen im Inneren der Tennishalle mit mehreren Lüftern waren nötig. Hierzu mussten entsprechende Abluftöffnungen geschaffen werden. Für die Suche nach Glutnestern, aber auch die Kontrolle des Umfeldes wurde die Drohne der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung ( UG-ÖEL ) Nürnberger Land eingesetzt. Im weiteren Einsatzverlauf unterstützte diese dann die Einsatzleitung.
Ein Bild von den Löschmaßnahmen machten sich neben Kreisbrandrat Holger Herrmann auch der Feuchter Bürgermeister Harald Danzl. Letzterer organisierte gemeinsam mit dem Betreiber des Freibadkiosks kurzerhand eine Versorgung der Einsatzkräfte mit Essen und Getränken. Auch Anwohner brachten Getränke an die Einsatzstelle.
Alarmiert waren neben den Feuerwehren Feucht, Moosbach und Schwarzenbruck sowie der Berufsfeuerwehr Nürnberg, der UG-ÖEL Nürnberger Land und Mitgliedern der Kreisbrandinspektion auch zahlreiche Kräfte von BRK und Polizei. Insgesamt waren zu Spitzenzeiten ca. 140 Einsatzkräfte vor Ort. Das BRK übernahm neben der medizinischen Absicherung im späteren Verlauf auch die Versorgung der Einsatzkräfte. Die Zusammenarbeit aller Einheiten verlief reibungslos und koordiniert.
Für die letzten Feuchter Kräfte endete der Einsatz mit einer Brandnachschau um 00:30 Uhr nachts nach über 10 Stunden.
Eingesetzte Kräfte:
- FF Markt Feucht mit Kdow, HLF 20, LF 20, DLK, TLF, VLKW, RW, GW, MTW
- FF Moosbach
- FF Schwarzenbruck
- BF Nürnberg
- Kreisbrandinspektion Nürnberger Land
- Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung
- Rettungsdienst
- Polizei
Bericht: Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land, FF Markt Feucht, Bilder: FF Markt Feucht
