Einsatz des Bayerishen Fähigkeitsmoduls in Mecklenburg-Vorpommern

Am 16. Juli wurde ein Fähigkeitsmodul der Feuerwehren in Bayern zu einem Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern entsendet. Der Brand hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf 150 ha in einem mit Munition belasteten Gebiet im Müritz-Nationalpark ausgedehnt und breitete sich auch weiterhin schnell aus.

Neben Einheiten aus den Landkreisen Ansbach, Bayreuth, Erlangen-Höchstadt und Fürth wurden auch Einheiten der Feuerwehren aus dem Nürnberger Land entsendet. Eingesetzt wurden dabei die Feuerwehren Ezelsdorf mit Kreisregnern und Hersbruck mit dem SW 2000 sowie einem MTW für das nötige Schlauchmaterial und Personal. Es war der erste Einsatz für die erst im letzten Jahr für den Katastrophenschutz durch den Landkreis beschafften Kreisregner. Die Leitung des Fähigkeitsmoduls wurde Kreisbrandrat Matthias Rocca aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt übertragen, insgesamt umfasste das entsendete Fähigkeitsmodul aus Bayern 192 Kreisregner, 15 Einsatzfahrzeuge und 31 Einsatzkräfte.

Im Schadensgebiet angekommen wurde dem Fähigkeitsmodul aus Bayern die Führung des Einsatzabschnitts 3 übertragen, dieser umfasste neben den Kräften aus Bayern auch zwei Hytrans-Systeme aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Kräfte des THW sowie das EU-Waldbrandmodul GFFF-V aus Niedersachsen. Aufgabe des Einsatzabschnittes war der Aufbau und Betrieb einer Kreisregnerstrecke und der Schutz der ICE-Strecke, um so die bereits seit Tagen eingesetzten Kräfte aus Mecklenburg-Vorpommern zu entlasten. Für den Aufbau der Kreisregnerstrecke mussten teilweise Schneisen freigeschnitten werden. Untergebracht waren die Einheiten in der rund 60 Kilometer entfernten Landesfeuerwehrschule.

Am 18. Juli erfolgt dann die Ablösung der initial entsendeten Kräfte. Diese waren bei der Ablösung bereits 72 Stunden im Einsatz und wurden durch frische Kräfte aus den jeweiligen Landkreisen ersetzt. Der Personalwechsel erfolgte dabei mit Hilfe eines Buses der staatlichen Feuerwehrschule Regensburg. Die eingesetzten Fahrzeuge und das Material blieben vor Ort und wurden von den frischen Kräften weiter betrieben. Die Führung übernahm ab diesem Zeitpunkt Kreisbrandinspektor Thorsten Brunner aus dem Nürnberger Land, der von Kreisbrandmeister Volker Hammon aus dem Landkreis Bayreuth unterstützt wurde.

Vor Ort galt es auch weiterhin im zugeteilten Einsatzabschnitt die ca. 100 Kräfte zu führen und die entsprechenden Einsatzaufträge abzuarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt war eine Fläche von ca. 400 ha von dem Brand betroffen. Eine weitere Ausbreitung des Brandes konnte durch koordinierte Löschmaßnahmen am Boden und aus der Luft verhindert werden. Im Einsatzabschnitt 3 wurde eine Kreisregnerstrecke von knapp 2.400 Metern als Wiederstandlinie aufgebaut. Sie diente der kontinuierlichen Beregnung der gesamten Flake des Einsatzabschnitt, um ein mögliches Durchbrechen der Feuerfront zu verhindern.

Einsetzende Regenfälle entspannten die Lage in den Folgetagen und so konnte am 21. das Fähigkeitsmodul die Heimreise antreten.

Zurück in den Heimatstandorten war der Einsatz damit aber noch nicht beendet, sondern es folgten aufwändige und langwierige Reinigungsarbeiten des eingesetzten Materials, bevor die Fahrzeuge sich wieder einsatzbereit melden konnten.

Ein herzlicher Dank geht an alle eingesetzten Kräfte für ihre Leistungen und die sehr gute Zusammenarbeit zur Unterstützung der Kameraden in Mecklenburg-Vorpommern.

Bericht und Bilder: Kreisbrandinspektion Nürnberger Land

Dein Helm liegt bereit!

Deine Feuerwehr braucht Dich! Egal ob als Jugendfeuerwehrler oder als Quereinsteiger. Wenn es eng wird, beginnt die Arbeit der Feuerwehren, die im unermüdlichen Einsatz technisch helfen, Menschen retten und diejenigen betreuen, die in ihrer Existenz bedroht sind.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.